Bilderdiebstahl im WWW – Neues Urteil im Onlinerecht

Dass Bilder und Grafiken grundsätzlich mit Quellen und Urheberrechtsangaben versehen werden müssen ist kein Geheimnis mehr. Vor allem bei der Nutzung von Bilder im Netz ist Vorsicht geboten: man sollte entweder auf lizenzfreie Seiten wie Pixabay zurückgreifen, oder die benötigten Bilddaten über Fotoplattformen wie Shutterstock oder Fotolia erwerben.

Viele User greifen aber immer noch auf die Google Bildersuche zurück. Dort werden alle im Netz gefundenen Bilddaten zu einem gewissen Thema abgerufen und vorab bereits in der Miniaturansicht angezeigt....zum Unmut der Urheber dieser Fotos. Sie sehen in der Darstellung ihrer Bilddateien in der Google-Vorschau bereits eine Urheberrechtsverletzung. Der Bundesgerichtshof widerlegt diese Anschuldigung  jedoch und hat im letzten Urteil zugunsten der Suchmaschine entschieden: Im Netz von Suchmaschinen aufgefundene Bilder dürfen ohne Prüfung der Suchmaschine in deren Vorschau gezeigt werden (Bundesgerichtshof, Urteil vom 21. September 2017 – I ZR 11/16 – Vorschaubilder III).

Neue Urteile zum Thema Bilderdiebstahl im Internet (Fotocredit: Pixabay)

Neue Urteile zum Thema Bilderdiebstahl im Internet (Fotocredit: Pixabay)

Kommt es aber zum Datendiebstahl, muss die Suchmaschine den Urheberrechtsinhaber unterstützen. Die Google, Bing, Yahoo, Youtube und Co. können auf die Herausgabe der Täter-Daten verklagt werden (beispielsweise deren Klarnamen, ihre Postanschrift oder auch deren E-Mail Adresse), um mit diesen Daten die Verstöße wie Bilderdiebstahl zu verfolgen (Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 22.08.2017, Az.: 11 U 71/16).

Damit es erst gar nicht (auch zum unabsichtlichen) Bilderklau kommt, sollten Sie sich immer über die Herkunft Ihrer verwendeten Fotos und Grafiken informieren und bei erlaubter Nutzung deren Quelle bzw. Urheber im Impressum der Homepage angeben.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne und hoffentlich entspannte Woche 🙂

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