Six Point Media Lexikon: Native Advertising

Sie kennen es doch auch: man bewegt sich auf einer Webseite oder eine Blog und plötzlich steht unter einem gerade gelesenen Artikel ein Link zu einem weiteren Artikel, der uns als Leser brennend interessiert (es handelt sich genau um unsere Interessen). Diese Links werden nicht wahllos platziert und korrelieren nicht einfach so mit den Interessen der Leser. Es handelt sich hierbei um Native Advertising. Dies ist eine Online-Werbeform, bei der die beworbenen Inhalte im selben Stil wie redaktionelle Inhalte aufbereitet werden. So wirkt die Werbung wie ein journalistischer Beitrag und der Leser weiß auf den ersten Blick nicht, dass er gerade eine Werbebotschaft liest. Dies stellt sogar den optimalen Fall dar, nämlich dass dem User nicht auffällt, dass es sich bei jenem Artikel um Werbung handelt.

Der Begriff "Native Advertising" setzt sich zusammen aus dem englischen Wort "Native", was zu deutsch "vertraut" bedeutet sowie "Advertising" was für nichts anderes als "Werbung steht".

Doch wie funktioniert diese Art von digitaler Werbung genau?

Sobald ein Leser auf einer bestimmten Webseite Artikel liest, wird sein Nutzerverhalten ausgewertet. Anhand dieser Daten können Native Ads, die den Leser interessieren könnten, passgenau platziert werden. So konsumiert der Nutzer im besten Fall aus freien Stücken die Werbung. Die Inhalte sollen dem Leser nicht nur reine Werbebotschaften liefern, sondern ihm zudem mit den Infos einen Mehrwert bieten. Sind die Native Ads zudem noch genau im Stil der redaktionellen Beiträge der Seite verfasst, ist es fast unmöglich sie von journalistischen Artikeln zu unterscheiden. Hier setzt auch ein weiteres Problem an: Native Ads müssen als Werbebotschaften gekennzeichnet werden, doch es gibt bis dato keine klare Regel, wie dies geschehen muss, was den Publishern natürlich größtmöglichen Handlungsspielraum erlaubt und die Transparenz im Hinblick auf Native Advertising stark variieren lässt.

Native Ads machen sich soziale Netzwerke zu Nutze

Viele Unternehmen nutzen das Native Advertising um ihre Inhalte schnell zu verbreiten: liest ein Nutzer eine Native Ad, die ihm wie oben erwähnt Mehrwert bietet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er diese mit seinen Freunden über soziale Medien teilt (fast alle Seiten bieten "Teilen" Buttons an). So wird die Glaubwürdigkeit der Native Ad nochmal gesteigert, da die User natürlich den Empfehlungen ihrer Community vertrauen. Für die Interaktion mit der Zielgruppe sind Native Ads also auf jeden Fall aus Unternehmersicht empfehlenswert. Man sollte jedoch Vor- und Nachteile dieser Werbeform genau abwägen.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das gesamte Six Point Media Team eine erfolgreiche Woche 🙂

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben